Sachkunde "Anwendung von Antikoagulanzien" inkl. §4 Töten von Wirbeltieren - Kombikurs

Sachkundekurs (3-tägig)

Preis 490,-€ netto pro Teilnehmer

Seminarbeschreibung

Gesetzlich vorgeschriebene Schulung für Mitarbeiter, die berufsmäßig oder gewerblich Wirbeltiere töten wollen (incl. der gesetzlichen Risikominimierungsmaßnahmen).
Der Kurs erfüllt die Anforderungen, um gemäß Gefahrstoffrecht eingestufte Antikoagulantien zur Bekämpfung von Nagern einzusetzen (Gefahrstoffverordnung). Weiterhin ist der Kurs gesetzlich verpflichtend für Personen, die berufs- oder gewerbsmäßig regelmäßig Wirbeltiere betäuben oder töten (Tierschutzgesetz). Der Kurs kann innerhalb des IPMpro-Weiterbildungssystems für das Modul 1 (Grundlagen der Schädlingsprävention und Vogelabwehr) angerechnet werden. Bereits vorhandene und anerkannte Sachkundebescheinigungen gem. §4 Tierschutzgesetz können anerkannt werden.

Besonderheiten

Seminarinhalte

Tag 1
Modul 1: Besonderheiten der Wirbeltiere
Herausarbeitung der Besonderheiten der Wirbeltiere insbesondere auch was die sensorische und neurologischen Systeme und Leistungen betrifft. Die Teilnehmer lernen, warum es auch im Rahmen des Tierschutzgesetzes Sinn macht zwischen Wirbeltieren und Wirbellosen zu unterscheiden.
Modul 2: Schmerz bei Tieren
Den Teilnehmern soll vermittelt werden, was Schmerzen sind, wie sie entstehen und wie die zentralnervöse Verarbeitung abläuft. Außerdem wird auf die Konsequenzen für ein tierschutzgerechtes Töten eingegangen.
Modul 3: Biologie und Verhalten von ausgewählten Schädlingen
Hier werden die Biologie und das Verhalten von Ratten, Mäusen, Tauben, Wühlmaus und Maulwurf vorgestellt.
Modul 4: Methoden des Tötens von Tieren
In diesem Modul werden den Teilnehmern ausführlich die verschiedenen Tötungsmethoden vorgestellt, wobei auf die Anwendung für die verschiedenen Tiergruppen eingegangen wird. Besondere Bedeutung hat hier der Einsatz von Blutgerinnungshemmern als die am häufigsten verwendete Methode zum Töten von Wirbeltieren
Modul 5: Relevante Gesetze
Der Teilnehmer soll einen groben Überblick über sonstige relevante Gesetze erhalten. Auf die meisten Gesetze wurde bereits ausführlich in der Ausbildung zum Schädlingsbekämpfer eingegangen. Umsetzung von Risikominimierungsmaßnahmen.
Modul 6: Überprüfung der Lerninhalte
Die erfolgreiche Vermittlung der Lerninhalte wird anhand eines Tests überprüft. Die Überprüfung findet unter Anwesenheit eines Amtsveterinärs statt und ist bundesweit anerkannt.
Tag 2 + 3 „Gefahrstoffrechtlicher Teil“
Modul 7: Einführung in die Schädlingsbekämpfung und relevante Gesetze
Die Schädlingsbekämpfung berührt viele gesetzliche Vorgaben und Verordnungen. Hier wird ein kleiner Überblick über die für die geltenden Vorschriften geschaffen und Umsetzungshilfen besprochen.
Modul 7: Vertiefung – Verhalten und Biologie von Nagern
In diesem Teil werden die Biologie von Nagern und deren Verhalten vertieft. Die Grundlage sind die im Sachkundekurs zum Töten von Wirbeltieren vermittelten Inhalte.
Modul 8: Bekämpfung von Ratten und Mäusen
Hier werden die im Sachkundekurs vorgestellten Methoden präzisiert und das Vorgehen bei Befall vorgestellt. Hauptsächlich geht es hier um die fachliche Anwendung von Nagerbekämpfungsmitteln, die integrierte Schädlingsbekämpfung und das Resistenzmanagement, sowie um den sicheren Umgang mit Boiziden.
Modul 9: Wirkungsweise von Antikoagulantien
Der Teilnehmer soll einen Überblick über die Wirkungsweise, die Gefahren und Risiken beim Einsatz von Antikoagulantien bekommen, in Zusammenhang mit den Techniken zur Risikominimierung (Primär- und Sekundärvergiftung, Umweltschutz). Außerdem werden Anwendungstechniken und Vorgehensweisen incl. der Dokumentation der Maßnahmen vorgestellt, sowie der Gefahrenanalyse und Risikobewertung.
Modul 10: Bekämpfung von Ratten in der Kanalisation
Besonderheiten bei Bekämpfungsmaßnahmen in der Kanalisation, incl. Planung, Ablauf und Dokumentation.
Modul 11: Bearbeiten von Fallbeispielen
Hier soll anhand von Fallbeispielen die erlernten Praktiken vertieft werden.
Modul 12: Schriftliche Abschlussprüfung
Der schriftliche Test besteht aus ca. 50 Fragen (teilweise Multiple-Choice). Die Bearbeitungszeit für den schriftlichen Test beträgt 90 Minuten.

Prüfung

Schriftliche Abschlussprüfungen.
Für §4 Tierschutzgesetz: Schriftliche Prüfung (teilw. Multiple-Choice) > Dauer: 30 min.
Für Sachkunde nach Gefahrstoffverordnung: Schriftliche Prüfung (teilw. Multiple-Choice). > Dauer > 60 min. (für diese Prüfung müssen die geforderten Praxisberichte (4 Stück), sowie eine Berufserfahrung von 3 Monaten nachgewiesen werden).

Teilnehmer

12 - 25 Teilnehmer
Mitarbeiter, die berufsmäßig oder gewerblich Wirbeltiere töten, Hausmeister, Kanalarbeiter, Gebäudereiniger, Hygiene-Fachkräfte (sofern es zu deren Aufgaben gehören wird), etc.

Voraussetzungen

Gute Kenntnisse in der deutschen Sprache, Abschluss einer allgemeinbildenden Schule Fremdwortverständnis.

Dauer

3 Tage (1 Tag > Sachkunde nach §4 Tierschutzgesetz / 2 Tage > Sachkunde gem. Gefahrstoffverordnung / Anwendung von Antikoagulantien)

Abschluss

Behördlich anerkanntes Zertifikat „Sachkunde: „Töten von Wirbeltieren gem. §4 Tierschutzgesetz“, Zertifikat „Risikominimierungsmaßnahmen“.

Anmeldung zum Seminar

1. Teilnehmer

2.  Teilnehmer 

3.  Teilnehmer 

4.  Teilnehmer 

Termine

08.11.2021, 09:00 Uhr - 10.11.2021, 17:00 Uhr
Onlinekurs
10.01.2022, 09:00 Uhr - 12.01.2022, 17:00 Uhr
Onlinekurs

Dozenten

  • Themen: FachrechnenOrganisationBetriebswirtschaftKommunikation
  • Dr.
    Themen: BiologieGesundheits- und VorratsschutzVogelabwehrPhysikChemie
  • Themen: ArbeitsschutzBiologieToxikologieGesundheits- und VorratsschutzGefahrstoffrechtInfektionsschutz
  • Themen: GefahrstoffrechtFachrechnenRecht
Preis 490,-€ netto pro Teilnehmer

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